Hier ist ein netter Bericht mit vielen Fotos zu finden: Silvias Weblog
Ansonsten gibt es ein paar Zahlen:
- 310 Starter
- 225 sind bei 300km angekommen
- 199 bei 600km (davon 14 Frauen)
Hier ist ein netter Bericht mit vielen Fotos zu finden: Silvias Weblog
Ansonsten gibt es ein paar Zahlen:
Da ich den 600er dieses Jahr in Tournai verpasst habe, musste ich mich auf die Suche nach einer Alternative machen und fand diese in Form eines 600ers in Italien, der von Verona zum Reschenpass und wieder zurück führte.
Ich hatte zwar Bedenken wegen der zu bewältigenden Anstiege aber als Belohnung lockten die erfolgreiche Bewältigung der SR-Serie 2010 und dazu noch die Auszeichnung als “International Super Randonneur”. Also musste das irgendwie klappen. Ich bin zur Vorbereitung ein paar Mal im Siebengebirge ein paar Anstiege hoch und runter, das war’s dann aber auch. Ich hatte mich dazu durchringen können mein Gepäck (insbesondere durch Weglassen warmer Kleidung) zu reduzieren. Wenn das mal gut geht ….
Die Anreise hatte ich so geplant, dass ich morgens am Vortag in Verona ankam. Am Nachmittag regelte ich noch die Anmeldung und legte mich relativ früh schlafen. Im Gegensatz zu den sonstigen Brevets konnte ich tatsächlich schlafen. Evtl. sollte ich es mir zu Regel machen, die 2 Nächte vor einem längeren Brevet nicht zu schlafen.
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Die Fahrt vom Hotel zum Start/Ziel im Stadion am Stadtrand von Verona, an welchem die Veranstalter am Vortag die Starterpakete ausgeben und die letzten Anmeldeformalitäten durchführen, wollte ich eigentlich mit dem Rad zurücklegen. Da ich aber nicht wusste inwieweit ich dort mein Rad sicher hätte deponieren können, bin ich mit dem Auto dorthin gefahren.
Wenn ich mit dem Rad gefahren wäre, hätte ich ein Problem bekommen. Während ich mein Starterpaket überreicht bekam, fing es an regnen und stürmen. Die Temperatur fiel von 38 Grad auf 22 Grad Celsius. Während der Rückfahrt konnte ich umfallende Bäume und fliegende Schirme beobachten.
So hatte ich aber kein Problem im geschützten Auto entspannt ins Hotel zu fahren um mich zeitig schlafen zu legen.
Zum Starterpaket gilt noch zu sagen, dass allein die Organisation der Veranstaltung die Startgebühr von 25,-€ aus meiner Sicht gerechtfertigt hätte.
Der Wecker ging um 4:30 Uhr. Um 5:00 Uhr war ich auf dem Rad und auch pünktlich um 5:30 Uhr am Start. Ich hatte mich mit den Temperaturen etwas verschätzt und war etwas zu warm angezogen. Ich nutzte die Gelegenheit und entledigte mich noch meiner dicken Socken und der Jacke. Um 6:00 Uhr bin ich dann regulär gestartet.
Ich fand mich relativ schnell in einer größeren Gruppe wieder, bei dieser blieb ich bis zur ersten Kontrolle.
Die von den Veranstaltern ausgewählte Strecke war insgesamt wunderschön. Sie führte auf gut asphaltierten Radwegen aus Verona heraus und anschließend am morgendlich frischen Gardasee entlang. Die erste Kontrolle war nach 100km und einem kleinen Anstieg erreicht. Die Auswahl der Kontrollstellen hätte nicht besser sein können.
Es handelte sich um sogenannte Bike-Treffs, die zumindest was das Nahrungsangebot betraf, alles hatten was das Radlerherz begehrte. Dazu auch die passende Infrastruktur zum Ausruhen und zum Flaschenauffüllen.
Nach dem Gardasee ging es fast ausnahmslos auf gut asphaltierten Radwegen hoch zum Reschenpass.
Das einzige Problem war, dass es ohne Unterlass von vorn windete. In Österreich gab es gerade ein Unwetter und die kalte Luft zog als Wind über die Alpen die Berge runter. Von Ortskundigen wurde ich aufgeklärt: “Einen solchen Wind gibt es hier einmal im Monat”. Im Klartext hieß das, dass es am nächsten Tag keinen Rückenwind für mich geben würde — und es kam auch so.
An der letzten Kontrolle vor dem Pass gab es die ersten Begegnungen mit Mitstreitern, die bereits oben waren. Diese hatten nicht wirklich gute Nachrichten für uns. Da oben sei es schweinekalt und es würde heftig regnen, hieß es. Das wurde von den Kollegen natürlich ein klein wenig drastischer ausgedrückt.
Naja, grobe Schätzung war, dass es ca. 5h brauchen wird, für die letzten 50km. Ich hatte mich deshalb von Luciano, der mich auf den letzten 50km begleitet hatte, getrennt; da ich einen kleinen Tick schneller fuhr als er und langsames Bergauffahren führte bei mir auf den letzten Kilometern immer wieder zu starken Krämpfen in den Adduktoren meiner Oberschenkel.
Gegen 21:00 Uhr bin ich an der Kontrolle Fischteich losgefahren und 0:20 Uhr hatte ich es dann geschafft und bin oben angekommen. Ich war dann also doch was schneller als befürchtet. Kalt war es in der Tat und Regen gab es zum Glück nur ein bisschen. So konnte ich den Anstieg weitestgehend im Licht des Vollmondes “genießen”.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut den Reschenpass hochkommen würde. Ich hatte hier vor Ort in Deutschland kaum Gelegenheit gehabt längere Anstiege zu trainieren. Auch hatte ich im Gegensatz zu meinen ständig wechselnden Mitfahrern das meiste Gepäck dabei. Viele hatten anscheinend den Shuttleservice für das Gepäck in Anspruch genommen.
An der Kontrolle am Pass gab es natürlich zu Essen und Schlafgelegenheiten. Ich zog es vor mir einmal Schnitzel mit Kartoffelsasat zu gönnen und mich auf einer Bank ein Stündchen hin zu legen. Gegen 2:45 Uhr habe ich mich dann auf den Rückweg gemacht. Um mich vor der nächtlichen Kälte zu schützen, hatte ich mich in meine Rettungsdecke eingewickelt, Rainlegs und Aldi-Mini-Regenjacke drübergezogen. Dazu noch meine Arbeitshandschuhe, die ich immer in der Tasche habe sowie die Sealskinz.
So ließ sich die Abfahrt genießen. Der Mond schien immer noch und meine Power-LED war fast überflüssig.
Wieder an der Kontrolle Fischteich wurde ich erstmal bestaunt, als ich mich meiner Sachen entledigte. Ich muss mit meiner Alufolie ausgesehen haben wie eine Forelle, die unbedingt auf den Grill möchte.
Die weitere Fahrt verlief bis zur letzten Kontrolle eher unspektakulär. Es wurde zusehends wärmer, ich konnte mich meiner Arm- und Beinlinge entledigen und wieder anfangen fleissig zu trinken.
Ich konnte auch Zeit gut machen, da es im wesentlichen bis zur letzten Kontrolle eher bergab als bergauf ging. Danach sollte noch ein 700er auf mich warten.
An der letzten Kontrolle traf ich wieder einige bekannte Gesichter und ich hätte den Gepäckbus nutzen können, der bereit stand um noch die eine oder andere Gepäcktasche aufzunehmen. Das wollte ich dann aber doch nicht. Wenn schon denn schon, dachte ich mir und wollte mich zügig auf den Weg machen. Daraus wurde aber erst einmal nichts, da sich während meiner Standzeit mein Vorderreifen geplättet hatte. Nach dem Flicken bin ich aber schnell weiter. Ich wurde aber von den mir entgegen kommenden Randonneuren darauf hin gewiesen, dass die Brücke über die die Route geführt wurde gesperrt sei. Das nenne ich mal Glück im Unglück. Ich habe so gut und gerne 10 Extrakilometer gemacht. Aber auch mindestens 10 Extrakilometer gespart, die ich noch gemacht hätte, wenn die Jungs mir nicht entgegen gekommen wären.
Dann kam 80km vor dem Ziel der Anstieg, den ich die ganze Zeit gefürchtet hatte. 500hm verteilt auf 7km bei gefühlten 45 Grad. Während des Anstiegs war so gut wie kein Schatten zu finden. Gott sei dank waren im Roadbook immer wieder Wasserstellen ausgewiesen, so dass ich mir zumindest darum keine Gedanken zu machen brauchte. Der Anstieg raubte mir meine letzten Kräfte.
Selbst die Colapops, die ich mir aufbewahrt hatte und das Energie-Gel, dass ich sonst eigentlich immer nur spazieren fahre haben mich nicht mehr zurückgebracht. Auf der 13%igen Abfahrt, auf ganz schlechtem Asphalt, kam so auch keine Freude mehr auf.
Im Ziel traf ich dann Luciano wieder, der auch gerade angekommen war. Und ich war tatsächlich nicht der Letzte, wie sonst immer. Es trafen immer noch Mitfahrer ein, selbst als ich mich auf den Weg in’s Hotel machte kamen noch welche.
Insgesamt war für mich die Teilnahme an diesem Brevet ein voller Erfolg. Es war zwar sehr amstrengend, ich hatte aber in Gegensatz zum letztjährigen 600er Spaß dabei. Ich hatte Zeit zum Schlafen und auch etwas Puffer nach hinten heraus.
Nach dem 200er und 300er stand am 5. Juni der 400er in Tournai an. Im Gegensatz zu den beiden anderen Veranstaltungen waren mit 34 Startern deutlich weniger Teilnehmer am Start als bei den vorherigen Brevets. Wie schon letztes Jahr wurde auch diesmal morgens um 4 vor dem Haus des alten Präsidenten gestartet. Das hat den Vorteil, das langsam fahrende Zeitgenossen, wie ich einer bin, bei der Ankunft mit einem netten Bier empfagen werden können. Die Strecke war wieder eine Erweiterung der vorhergehenden 200 und 300er, so dass ich einen Teil der abzufahrenden Strecke schon kannte und den anderen Teil nicht. Insgesamt gefällt mir das Vorgehen, die Strecken aufeinander aufzubauen.
Wie auch letztes Jahr, war ich auch diesmal nicht der letzte bei der Ankunft. Zumindest das wäre ein Grund nächstes Jahr auch in Tournai beim 400er zu starten
Ich war auch dieses Mal um einiges schneller als sonst. Mal sehen ob ich dieses Jahr noch eine Steigerung hinbekomme. Dadurch, dass ich den 600er in Tournai nicht mitfahren konnte ist das mit Vergleichsmessungen natürlich ein Problem.
Nachdem das mit dem Flèche Allemagne ja noch einigermaßen hingehauen hatte und ich mich tatsächlich auch ein wenig erholen konnte, habe ich den 300er in Tournai letzten Samstag in Angriff genommen. Die Hälfte der Strecke war mir schon vom 200er bekannt. Auch diesmal war herrlicher Sonnenschein, nur waren weniger Fahrer am Start.
Die 2. Kontrolle war in Crécy-Sur-Senne wo wir zur Mittagszeit eingetrudelt sind. Dort gab es dann leckeren Salat, Eis und Cappuccino. Entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten war das eine relativ lange Pause, die sich aber auch gelohnt hatte.
Bis zur nächsten Controlle in Le Cateau hatten wir dann massivsten Gegenwind und immer wieder die vom ersten Teil der Strecke bekannten Rampen. Das war mit der zäheste Abschnitt.
Nach Kontrolle 3 war es schon etwas kühler. Ganz besonders nervte aber der Grillgeruch, der aus jedem Garten, Hof oder Haus zu kommen schien. Mann hatte ich einen Hunger 8-).
Die letzte Kontrolle in Arleux erreichten wir rechtzeitig um uns für die Nacht fertig zu machen. Ich hatte ein wenig Mühe in der Kneipe die Kontrollkarten stempeln zu lassen, Cola zu bestellen und die Wasserflaschen auffüllen zu lassen weil mir dauernd betrunkene Belgier irgendwelche Fragen gestellt hatten die ich nicht beantworten konnte weil ich sie gar nicht erst verstanden hatte,
Nach dem Erreichen des Ziels – wo natürlich schon keiner mehr war, warfen wir nur noch schnell die Karten in den Briefkasten und schauten, dass wir zurück in’s Hotel kamen.
Nach meinem Abbruch beim letzten BRM 300 in Maastricht habe ich es mal mit einem gemütlichen 200er in Belgien/Frankreich versucht. Die Strecke war anfangs etwas holperig. Aber man wurde mit einer wunderschönen Landschaft entschädigt. Ausführliche Berichte gibt es von Daniel und André.
Dafür, dass wir den Präsidenten für den Zielstempel noch vom Sofa geholt hatten — die hatten an der Zielkontrolle echt schon abgebaut und mit keinem mehr gerechnet — gab’s dann noch ein Foto mit dem Präsidenten.
Ich werde auf jeden Fall dort nochmal fahren, vielleicht sogar den 300er Ende Mai. Je nach dem wie ich den Flechè Allemagne überstehen werde
Aller Anfang ist schwer. Nachdem ich letztes Jahr ausschließlich in NL und B gestartet bin, habe ich es diesmal mit D, genauer: in Wankum probiert.
Die Atmosphäre dort war riesig. Die Logistik mit anschließender Gulaschsuppe auch!
Ich war noch sehr eingerostet. Zwar war ich gefühlt schneller unterwegs als letztes Jahr, aber nach einem Platten war ich wohl zu dämlich den neuen Schlauch richtig einzubauen, so dass ich nach 1km den nächsten Schlauch einbauen durfte.
Die Temperaturen waren auch nicht wirklich meins, 4 Grad oder so und verhältnismäßig viel Wind ließen bei mir nicht wirklich Freude auflommen.
Das Fahren im Flachland liegt mir wohl auch nicht so richtig. Wenn es terminlich funktioniert werde ich den 300er wohl wieder in den Ardennen fahren.
Jedrik hat den Kurs mal von den Radwegen des Radroutenplaners auf die Strasse gebracht und die unnötigen (also nicht gewerteten) Schlenker entfernt.
So sieht der erste Wurf aus.
Hier ist die rrp Datei zur Benutzung mit dem Radroutenplaner NRW und die kmz Datei zur Benutzung mit Google Earth.
Here’s the track of the BRM 600 which I rode in back June.
It seems that using google maps for the showcase of tracks is much faster and more convinient than the use of bikely.
I started my commutes to work this week. I did 2 in a row. These and some slow rides over the weekend totals to 216km. So I’m not really prepared for my first brevet next Saturday but I did the registration today